Wie du von Trogir nach Split kommst, was du an einem Tag siehst – und warum ich Split lieber als Tagesausflug mag statt als Urlaubsort.
Geschrieben von Ante Milic · Stand: Juli 2026
Split ist die größte Stadt Dalmatiens und die zweitgrößte Kroatiens – und liegt nur 27 km von Trogir entfernt. Das macht es zu einem der einfachsten großen Tagesausflüge, die du hier haben kannst: echte römische Geschichte, richtiges Stadtleben – und am Abend bist du zurück in Trogir beim ruhigen Abendessen.
Hin kommst du mit dem Auto, dem Bus oder – in den wärmeren Monaten – per Boot. Für einen entspannten Tagesausflug nehme ich meist das Boot: keine Parkplatzsuche, und die Fahrt die Küste entlang fühlt sich schon nach Urlaub an.
Ein Passagierboot verbindet Trogirs Uferpromenade (Obala kralja Zvonimira) mit dem Hafen von Split, die Überfahrt dauert rund eine Stunde. Kein Parken, kein Verkehr – und in Split vom Wasser aus anzukommen ist der schönste erste Blick auf die Stadt.
Das Boot fährt nach saisonalem Fahrplan, Tickets kaufst du an Bord. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan und die Preise auf der offiziellen Bura-Line-Website.
Je nach Verkehr rund 30–40 Minuten die Küste entlang. Du bestimmst deine Zeiten selbst – aber im Juli und August können der Verkehr Richtung Split und das Parken nahe dem Zentrum ordentlich Zeit kosten.
Wenn du fährst: Überleg dir vorher, wo du parkst, statt bei der Ankunft ums Zentrum zu kreisen.
Zwischen Trogir und Split fahren regelmäßig Lokalbusse – die günstigste Option und gut, wenn du keinen Mietwagen hast und die Bootszeiten nicht passen.
Prüfe vor dem Losfahren die aktuellen Abfahrtszeiten und plane im Sommer Pufferzeit für den Verkehr ein. Mehr dazu im Guide Split ↔ Trogir (englisch).
Nicht maßstabsgetreu – eine Schemakarte des Tages. Prüfe den aktuellen Bootsfahrplan, bevor du den Tag darum herum planst.
Splits Altstadt liegt nicht neben einem römischen Monument – sie ist hineingewachsen. Der Diokletianpalast wurde im 4. Jahrhundert als Alterssitz des Kaisers gebaut, und über die Jahrhunderte ist die Stadt einfach eingezogen: Heute stecken Wohnungen, Cafés und Läden direkt in den römischen Mauern. Der ganze Komplex ist UNESCO-Welterbe – und du schlenderst hindurch, statt dafür anzustehen.
Nimm dir Zeit, ziellos zu sein. Das Peristyl ist das Prunkstück, aber die Freude sind die Seitengassen – einmal falsch abgebogen, und du stehst unter einem 1.700 Jahre alten Bogen, über dem jemand seine Wäsche aufgehängt hat. Verpass das Vestibül nicht, die Kuppelhalle mit dem offenen Kreis Himmel.



Direkt am Peristyl steht die Kathedrale des heiligen Domnius – für die Einheimischen Sveti Duje. Sie begann als Diokletians eigenes Mausoleum; die Ironie: Ausgerechnet um die Grabkammer des Kaisers, der Christen verfolgen ließ, wurde eine Kathedrale gebaut. Sie zählt zu den ältesten noch genutzten Kathedralbauten der Welt.
Wenn du schwindelfrei bist und die Schlange überschaubar ist, kannst du den romanischen Glockenturm besteigen – der Blick über die Palastdächer und den Hafen lohnt sich – du kannst ihn dir aber sparen, wenn der Marjan-Spaziergang ohnehin auf deiner Liste steht.
Direkt vor dem Goldenen Tor, an der Nordseite des Palastes, steht Ivan Meštrovićs riesige Bronzestatue von Gregor von Nin – dem mittelalterlichen Bischof, der dafür kämpfte, dass Gottesdienste auf Kroatisch statt auf Latein gehalten werden durften.
Die Tradition: Du reibst seinen großen Zeh – das soll Glück bringen. Du erkennst ihn, bevor du die Tafel liest: Der Zeh glänzt golden gegen die dunkle Bronze, von all den Händen. Es dauert zwei Minuten, kostet nichts – und ja, wir machen es jedes Mal.
Splits Uferpromenade – die Riva – läuft an der Südmauer des Palastes entlang: Palmen, Café-Markisen und ein stetiger Strom der halben Stadt, die vorbeispaziert. Der naheliegende Ort für einen Kaffee – und Leute beobachten ist hier eine vollwertige Beschäftigung, kein Zeitvertreib.
Die erste Reihe hat Großstadtpreise; denselben Kaffee bekommst du eine, zwei Gassen weiter hinten günstiger. Aber einmal pro Besuch ist die erste Reihe es wert.


Westlich der Altstadt erhebt sich der Marjan, der pinienbewachsene Hügel, den die Einheimischen wie ihren Park behandeln. Vom Viertel Varoš führen Treppen hinauf zu einer steinernen Aussichtsterrasse mit dem klassischen Blick zurück über die Dächer, den Hafen und die Berge dahinter – das Titelfoto dieser Seite ist von dort oben.
In der Sommerhitze ist das ein richtiger Anstieg – heb ihn dir für den Nachmittag auf, nur wenn Zeit und Energie da sind, und nimm Wasser mit. Ist der Tag schon voll, geben dir die Marjan-Wege am Ende der Riva einen Vorgeschmack auf die Pinien, ganz ohne den vollen Aufstieg.
„Split ist absolut einen Besuch wert – aber für mich funktioniert es am besten als Tagesausflug. Wohnen würde ich lieber in Trogir: kleiner, ruhiger, kompakter."
Ich fahre nach Split, seit ich ein Kind bin – meine Tante lebt dort, für mich war es nie eine Touristenstadt. Und genau deshalb sage ich es so: Für einen Tag ist Split ideal, aber meinen ganzen Urlaub würde ich dort ungern verbringen. In der Hochsaison ist die Stadt sehr voll und wirkt stark auf Tourismus eingestellt, und Hotels und Ferienwohnungen sind oft teurer als in Trogir.
Was mir in Split fehlt, ist die Kompaktheit, die ich an Trogir mag: die engen Gassen, in denen alles zwei Minuten entfernt ist, die Cafés, in denen man ab Tag drei Gesichter wiedererkennt. Split bietet Größe und Kulisse; Trogir passt in die Hosentasche. Besuch das eine, wohn im anderen – wenn du noch schwankst, hilft unser ehrlicher Vergleich Trogir oder Split (englisch).
Etwa 27 km die Küste entlang. Du kommst mit Auto oder Bus hin (je nach Verkehr rund 30–40 Minuten) – oder in den wärmeren Monaten per Boot: Bura Line fährt zwischen Trogir und Split, die Überfahrt dauert rund eine Stunde. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan und die Preise.
Ja – besonders für römische Geschichte, Großstadtatmosphäre, Cafés und den Marjan-Aussichtspunkt. Der Diokletianpalast und die Altstadt füllen entspannt einen Tag, und am Abend bist du zurück in Trogir.
Im Sommer ist das Boot die entspannteste Option, wenn der Fahrplan zu deinem Tag passt – kein Parken, und die Fahrt ist schon Teil des Ausflugs. Ansonsten ist der Bus die günstige Wahl; prüfe vor dem Losfahren die aktuellen Abfahrtszeiten.
Einige Guides gibt es bislang auf Englisch – die deutschen Versionen folgen nach und nach.