Wenige Seemeilen vor der Stadt liegen über fünfzig Figuren auf dem Meeresgrund – dazu ein Militärjet. Ein Museum, das du mit der Maske betrittst statt mit einer Eintrittskarte.
Von Ante Milic · Zuletzt aktualisiert im August 2026
Ein paar Seemeilen vor Trogir liegt eine Bucht, zu der keine Straße führt. Wer dort mit der Maske ins Wasser schaut, sieht keine Fische, sondern Figuren: über fünfzig lebensgroße Skulpturen auf dem Meeresgrund – und ein Flugzeug.
Das Unterwassermuseum in der Jelinak-Bucht ist kein Museum mit Kasse und Garderobe, sondern ein Skulpturenpfad auf dem Meeresboden. Und weil es nur per Boot erreichbar ist, hängt alles an der Planung: an der Überfahrt, am Zustand des Meeres und daran, wie tief die einzelnen Stücke liegen. Genau darum geht es auf dieser Seite.
Das Museum wird oft in Split verortet. Es liegt aber vor Trogir, in einer kleinen Bucht namens Jelinak, wenige Seemeilen von der Stadt entfernt. Dorthin führt keine Straße – du kannst also nicht hinfahren und hinausschwimmen.
Der einfachste Weg. Halbtagestouren laufen die Bucht ab Trogir an, es gibt auch Abfahrten ab Split. Abfahrtsorte und Anbieter wechseln im Saisonverlauf, deshalb gilt: Termine, Preise und Seegang vor der Buchung direkt beim Anbieter prüfen. Die offiziellen Angaben zum Museum stehen auf underwatermuseumcroatia.com.
Private Boote und Skipper können die Bucht nach vorheriger Absprache mit dem Museum anlaufen. Wenn du ohnehin über einen eigenen Bootstag nachdenkst, ist das eine Option – Trogir Insider vermittelt selbst keine Bootstouren.
Die Abfahrtsstellen in Trogir liegen an der Riva und damit fußläufig zur Altstadt. Wie du dich sonst ohne eigenes Auto bewegst, steht in unserem Guide Trogir ohne Auto.
Über fünfzig lebensgroße Figuren, von Hand aus umweltverträglichem Ferrozement gefertigt und in der Bucht abgesenkt – dazu ein Ausstellungsstück, mit dem niemand rechnet. Das Wasser hier ist klar, und genau das macht den Ort auch für Schnorchler interessant und nicht nur für Taucher.
Das bekannteste Stück und der Abschluss des Pfades: eine acht Meter hohe Christusfigur in tieferem Wasser. Bei guter Sicht erkennst du sie von oben – aber als Umriss im Blau, nicht im Detail. Diese Station gehört Tauchern und sicheren Apnoetauchern.
Das Herzstück des Museums: vierzehn Stationen mit lebensgroßen Figuren, auf dem Meeresboden in etwa vier Metern Tiefe angeordnet. In klarem Wasser ist das bequeme Schnorcheltiefe – du treibst darüber und nimmst eine Szene nach der anderen auf.
Eine Soko Jastreb J-21, ein leichtes Erdkampfflugzeug aus jugoslawischer Zeit, liegt in etwa zehn Metern Tiefe. Vor dem Absenken wurde die Maschine umweltgerecht aufbereitet. Das ungewöhnlichste Stück des Tages – und das, über das auf der Rückfahrt geredet wird.
Erwarte nicht, jedes Stück von der Oberfläche aus im Detail zu erkennen. Die flachen Stationen sind beim Schnorcheln einfach, die Christusstatue und der Jet liegen deutlich tiefer. Wenn dir gerade diese beiden wichtig sind, buche eine Tour mit geführtem Tauchgang.
Für die vierzehn Kreuzwegstationen bei rund vier Metern reicht ruhiges Schwimmen mit Maske und Flossen. Kein Kurs, keine Ausrüstung darüber hinaus – das ist der Kern des Erlebnisses und für die meisten Besucher der eigentliche Grund.
Christusstatue und Jet liegen bei etwa zehn Metern. Von oben bleiben sie Formen im Blau. Wer sie nah sehen will, braucht einen Tauchgang; geführte Tauchgänge für Einsteiger werden vor Ort in der Saison angeboten.
Zwischen vier und zehn Metern liegt beim Schnorcheln der Unterschied zwischen „ich sehe die Szene" und „ich ahne eine Silhouette". Wenn du das vorher weißt, ist der Ausflug stimmig. Wenn nicht, ist die Enttäuschung vorprogrammiert.
Wir sind den Skulpturenpfad selbst noch nicht geschnorchelt. Diese Seite stützt sich auf die veröffentlichten Angaben des Museums und auf das, was wir aus vielen Sommern rund um Trogir über die Buchten, das Wetter auf dem Wasser und die Planung solcher Halbtage wissen.
Alles, was hier zu Tiefen, Figuren und Abläufen steht, stammt aus den offiziellen Informationen. Alles zu Zeitplanung, Bedingungen und Erwartungshaltung ist unsere Einschätzung. Preise nennen wir bewusst keine, weil wir sie nicht selbst geprüft haben – frag danach beim Anbieter.
Wir ergänzen diesen Abschnitt um eigene Eindrücke, sobald wir selbst draußen waren.
Dieser Ausflug steht und fällt mit klarem, ruhigem Wasser. Anders als an einem Stadtstrand liegt die Bucht draußen, und das macht den Unterschied.
Seegang macht nicht nur die Überfahrt ungemütlich, er trübt auch das Wasser – und die Sicht ist das Einzige, worauf dieser Ausflug beruht. Ein Tag, an dem es am Strand noch angenehm ist, kann draußen schon zu unruhig sein.
Frühe Abfahrten sind in der Regel die ruhigeren und die leereren. Über einer kleinen Bucht macht es einen spürbaren Unterschied, ob ein Boot dort liegt oder fünf.
Touren können wetterbedingt ausfallen. Wenn der Ausflug für dich weit oben steht, leg ihn nicht auf den letzten Urlaubstag – sondern früh in die Woche, damit ein zweiter Versuch möglich bleibt.
Je weiter du dich von den Sommermonaten entfernst, desto dünner werden die Abfahrten. Wann sich die Saison wie anfühlt, steht in unserem Guide zur besten Reisezeit für Trogir.
Der Ausflug frisst einen halben Tag und ist wetterabhängig. Beides zusammen heißt: Er gehört nicht ans Ende der Woche.
Eine frühe Abfahrt lässt sich gut mit einem faulen Nachmittag am Wasser oder einem Abend in der Altstadt verbinden. Zwei aktive Programmpunkte an einem Tag sind hier eher zu viel – nach ein paar Stunden auf dem Boot ist die Luft raus.
Wer am selben Tag noch eine Insel oder einen Nationalpark unterbringen will, hetzt. Für Tage, an denen mehr drin sein soll, eignen sich die Tagesausflüge ab Trogir besser – dort ist der ganze Tag eingeplant.
Wenn du in Trogir oder in Laufweite der Riva wohnst, ist eine frühe Abfahrt kein Thema. Von weiter außerhalb kommt die Anfahrt zum Hafen dazu – ein Punkt, den unsere Übersicht zu Unterkünften in Trogir nach Lage sortiert.
Das Kernpublikum. Mit Maske, Flossen und klarem Wasser sind die flachen Stationen bei rund vier Metern wirklich lohnend – ohne Ausbildung, es reicht sicheres Schwimmen.
Bei den tiefen Stücken zahlt sich Tauchen aus. Christusstatue und Jet sind der Grund, eine Tour mit Tauchgang zu wählen statt der reinen Schnorchelvariante.
Sichere Schwimmer haben an den flachen Stationen ihre Freude. Aber alles passiert vom Boot aus in offenem Wasser, ohne Stehtiefe unter den Füßen. Beurteile das nach deinen eigenen Kindern, nicht nach dem Prospekt.
Wenn du die üblichen Badebuchten abgefahren hast, ist das der ungewöhnlichste Halbtag auf dem Wasser bei Trogir – eine Bootsfahrt mit einem echten Ziel statt eines weiteren Badestopps.
In der Jelinak-Bucht, wenige Seemeilen von Trogir entfernt – bei Trogir, nicht in Split. Zur Bucht führt keine Straße, du kommst also nur per Boot hin: mit einer organisierten Halbtagestour ab Trogir oder Split, oder mit einem privaten Boot nach vorheriger Absprache.
Bei guter Sicht erkennst du die acht Meter hohe Christusstatue von der Oberfläche aus – allerdings als Umriss, nicht im Detail. Sie steht bei rund zehn Metern. Wer sie aus der Nähe sehen möchte, braucht einen Tauchgang oder sicheres Apnoetauchen. Die flacheren Kreuzwegstationen bei etwa vier Metern sind dagegen bequem zu schnorcheln.
Ausschließlich mit dem Boot. Organisierte Halbtagestouren starten in Trogir, es gibt auch Abfahrten ab Split. Private Boote und Skipper können die Bucht nach Absprache anlaufen. Abfahrtsorte und Fahrpläne wechseln im Saisonverlauf – prüfe Termine, Preise und Seegang vor der Buchung direkt beim Anbieter.
Rechne mit einem halben Tag auf dem Wasser, nicht mit einem ganzen. Manche Anbieter kombinieren die Bucht mit weiteren Stopps zu einem längeren Tag – dann wird daraus ein volles Tagesprogramm.
Das hängt vom Alter und von der Schwimmsicherheit ab. Die flachen Stationen lassen sich mit einer Maske gut anschauen, sichere Schwimmer haben also durchaus etwas davon. Alles passiert allerdings vom Boot aus in offenem Wasser – beurteile das nach deinen eigenen Kindern und bleib nah dabei.